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Die ältesten Pfarren des Waldviertels vor 1300

 

von Pfarrer Franz Fitzinger in Weitersfeld

aus der Zeitschrift "Das Waldviertel" Jahrgang 1931 Nr 7

 

Wenn man den Pfarr-Schematismus der Diözese St. Pölten und die Gründungsjahre der einzelnen Pfarren anschaut, muß man staunen über die große Zahl der schon vor 1300 bestifteten Pfarren, zumal über die Zahl der gerade im 13. Jahrhundert errichteten Pfarren. Das Gebiet des Waldviertels gehörte damals zum Bistum Passau, die Pfarren wurden meist von den Grundherren bestiftet, besonders von den Babenbergern und den damals so mächtigen Kuenringern, aber auch von anderen Grundherren, zum Beispiel Friedersbach. Auch einheimische und auswärtige Klöster errichteten Pfarren; so wurde zum Beispiel Spitz von Nieder-Altaich in Bayern errichtet. Von Passau selbst wurden ebenfalls Pfarren gegründet, zum Beispiel die damals so ausgedehnte Pfarre Weiten. Diese gehört nicht nur zu den ältesten, 1096, sondern auch zu den einstmals größten des Landes, aus der eine stattliche Anzahl von Töchterpfarren hervorging und zwar sämtliche zwischen Ysper und dem Spitzer Tale.

 

Zu den ausgedehntesten Pfarren gehörte auch Alt-Pölla (vor 1135) von ihr wurden 15 Pfarren abgetrennt, darunter eine Stadt und vier Märkte; ihr Wirkungskreis erstreckte sich bis Hirschbach.

Zu den alten und großen Pfarren zählte dann auch Krems (12. Jahrhundert); auch sie ist die Mutterpfarre vieler Pfarren nördlich der Donau.

Eine der reichsten und größten Pfarren war Raabs (1189), Mutterpfarre von mindestens zehn Pfarren. Ihre günstige geldliche Stellung verlor sie durch die Kriege. 

Auch von Gars (1189) wurden acht Töchterpfarren losgetrennt, desgleichen auch von Zwettl (1138) sieben.

Eine große Bedeutung hatte auch Meisling (1111); zu ihr gehörte das ganze Gebiet zwischen der Großen und der Kleinen Krems und dem kleinen Kamp.

Zu Weitersfeld (vor 1135) gehörte die Nordostecke unserer Diözese; von ihr wurden sechs Pfarren losgelöst. Zu den gebietsreichsten Pfarren zählte auch Groß Gerungs(1295), zu ihr gehörten alle Ortschaften des ausgedehnten Nordwaldes.

 Von Gmünd (1270) wurden fünf Pfarren losgetrennt, von Weitra (1270) acht; von Kottes (1096), das örtlich ebenfalls sehr ausgedehnt war, wurden Purk, Kirchschlag und andere Pfarren abgetrennt.

Die Namen der Pfarren des Waldviertels Gars, Altpölla, Walkenstein, Meisling, Weitersfeld kommen in einer Urkunde vor, ausgestellt 1135 zu Greifenstein.

 

Außer den obengenannten ausgedehnten Pfarren wurden vor 1300 im Waldviertel noch folgende Pfarren bestiftet: 1100 Kattau, 1132 Allentsteig, 1138 Stift Zwettl, 1140 Martinsberg, 1144 Altenburg, 1144 Horn, 1144 Minichreith am Ostrong, 1153 Geras, 1153 Pernegg, 1153 Drosendorf, 1159 Friedersbach, 1160 St. Oswald, 1197 Schweiggers, 1209 Langschlag, 1213 Reinprechtspölla, 1219 Gobelsburg, 1220 Weikertschlag, 1220 Hardegg, 1223 Burgschleinitz, 1229 Spitz, 1230 Blumau, 1230 Langau, 1231 Theras, 1240 Kirchberg am Walde, 1245 Waidhofen an der Thaya, 1246 Arbesbach, 1248 Oberkirchen, 1251 Röhrenbach, 1254 Dobersberg, 1256 Imbach, 1258 Zöbing, 1259 Rappottenstein, 1259 Altmelon, 1263 Stein, 1268 Gottsdorf, 1269 Sallingberg, 1276 Kühnring, 1277 Langenlois, 1280 Marbach am Walde, 1281 Eggenburg, 1282 Waldkirchen, 1283 Schönberg am Kamp, 1286 Schiltern, 1286 Japons, 1288 Mödring, 1288 Kirchbach, 1289 Dürnstein, 1294 Litschau, 1294 Groß-Heinrichschlag, 1296 Vitis, 1296 Echsenbach, 1298 Spital, 1300 Eibenstein.