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DIE GRIPPEWELLE

 

Die Grippewelle arg grassiert.

Do is es uns halt a passiert.

Mein Mann, der vor Gesundheit strotzt,

den beitelt`s her, er huast und rotzt:

Ob mit dir glei, marsch ins Bett, 

do dulde i halt koa Widerred.

 

I pfleg eahm brav mit Tee und Wickel,

und gib eahm Pulver etla Stickel.

Wia langsam er si dann dafangt,

die Grippewelle mi daglangt.

So muaß dann i, hinein ins Bett,

und des, des gfollt ma wirklo net.

 

Mir is so mies, mir tuat olls weh.

Do hot mei Olter a Idee.

Er frogt verschmitzt, net ohne Grund:

"Du, wann ma do bestimma kunnt,

de wölcha Krankheit tätst dir nehma?"

"No irgendoane wird scho kemma."

 

"Die Parkinsonsche oder Alzheimer?"

"Begeistert", sog i "bin i von keiner.

Doch wann des wirkli miassat sein,

gang i auf d`Parkinsonsche ein.

Do hätt intakt i no des Hirn,

in meiner schon recht olten Birn."

 

"Mir", sagt er, "war die Alzheimer schon lieber."

"Warum?", frag i und schau ganz bieder.

"Jo wann beim Wirt, Gott mog´s verhüten,

a Glaserl Wein i tät verschütten.

Beim Zahln kannt ruhig i vergessen,

wie viele Vierterl s`heit san gwesen."

 

Dazua muass i euch oans no sogn,

mein Mann tuat eh koan Wein vertrogn.

Mit tuat olls weh, i kann net locha.

"No jo", sogt er "loch nächste Wocha!"

 

Aus "Wachauer Gemischter Satz" - von Rosina Högl - Rehner