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Was macht eigentlich ein Heimatforscher ?

 

   Heimatforscher, gibt`s die noch ? Früher gab es Lehrer, Pfarrer, Heimatkundler, meist pensionierte Allessammler und "Zeitzeugen", die noch Kurrentschrift lesen konnten. Sie verfassten Festschriften der Feuerwehr, der Pfarre und auch die Ortschronik.

   Die Chronik, das Aufzählen von Jahreszahlen mit dem zugehörigen Geschehen, die Geschichte der Gegend, gibt es heute kaum mehr. "Ortskunde" ist gefragt: die Darstellung der Entwicklung, die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte eines Ortes, einer Region, einer Institution, einer Person. Daraus ergeben sich neue und andere Anforderungen an den früheren Chronisten und jetzigen Heimatforscher. Freilich bleibt die "Heimat" - jener Ort aus dem man herkommt, an dem man sich wohlfühlt - zentrales Thema, jetzt jedoch mit neuem Erforschen, kritischem Hinterfragen und klärendem Aufzeigen. Das unkritische Abschreiben aus den früheren Chroniken, gar deren Fehler zu übernehmen, die Zeit aus einer längst überholten Sicht darzustellen, gilt es zu vermeiden. Der Auftrag ist, neben vielen anderen Aspekten, angesichts der "Ausdünnung" der ländlichen Regionen den Verlust durch Abwanderung in die Stadt und deren "Speckgürtel" aufzuhalten. Wer ergänzt die aktiven Personalstände der gesellschaftlich so wichtigen Feuerwehr, des Fußballvereins, des Musikvereins, des Kameradschaftsvereins, des Gemeinderats? Nur jene bleiben oder kehren wieder heim, die sich dort zuhause wohl fühlen.

   Dazu kommt, dass dem Heimatforscher durch die modernen technologischen Möglichkeiten und vor allem mit dem vielfältigen und rasch wachsendem Angebot im Internet ein völlig neues Arbeiten in der Quellenforschung und der Darstellung zugewachen ist. Der erste Einstieg erfolgt meist über das Angebot der internationalen Archivplattform ICARUS (icar-us.eu) für die Ahnenforschung im matricula.online.eu oder über das rasch wachsende Zeitgeschichteformat der Topothek (topothek.at). Heimatforscher sind heute mit dem Laptop und der Digitalkamera unterwegs.

 

Aus Schaufenster KULTUR-REGION Juni 2017, Text Gerhard Floßmann