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Mai 2018   12322

April 2018 15715

 

BESUCHERSTATISTIK

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2014 - 4545/15360 Besucher/Zugriffe

2015 - 11556/14525 Besucher/Zugriffe

 

2016 - 8326/19441 Besucher/Zugriffe

 

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Die SCHULE

 

Gleichzeitig mit der Einrichtung der Pfarre Oberstrahlbach 1783 wurde auch eine Schule errichtet. Etwa am Platz der heutigen Schule stand einst ein Mesnerhaus, welches ursprünglich um 1720 erbaut wurde. Dort wurde durch einen Anbau eine Schulklasse eingerichtet. Wahrscheinlich wurde jedoch dieser Zubau schon auf Grund der Schulreform der Kaiserin Maria Theresia einige Jahre früher errichtet und für Schulzwecke verwendet. Damals verrichtete der Schullehrer gleichzeitig auch Mesner- und Läuterdienste und musste eine Kleinlandwirtschaft betreiben, wollte er nicht verhungern. Der Schulsprengel umfasste wie die Pfarre die gleichen Orte. Bis etwa 1880 wurden die damaligen Lehrer in den Pfarren des Stiftes Zwettl in der strengen Schule des Sängerknabenkonviktes des Stiftes erzogen, mit Genehmigung der Äbte des Stiftes angestellt und unterstanden der Schuldistiktsaufsicht des Dekanates Groß Gerungs. Sie konnten daher auch nur innerhalb der Stiftspfarren versetzt oder befördert werden.

 

Der Schulbesuch der damaligen Zeit bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts hält keinen Vergleich mit dem heutigen Standard stand. Erst 1882 wurde die Schule zweiklassig. Ich besitze noch ein Schulzeugnis meines Vaters, damals endete die Schulpflicht mit Vollendung des 16. Lebensjahres. Wenn die Kinder bei der Ernte gebraucht wurden, dann war die Schulde meist ziemlich leer und das mit offizieller Genehmigung.

 

Die ersten vier hier wirkenden Lehrer waren: Michael Schröfl aus Oberstrahlbach, Franz Reis aus Wurmbrand, Ignaz Schinerl aus Etzen und Johann Hölzl ebenfalls aus Oberstrahlbach.

 

Der Jahresverdienst der damaligen Lehrer war schlecht und wurde durch jährliche Giebigkeiten der Schulgemeinde an Naturalien aufgestockt. Die Giebigkeiten jedoch waren freiwillig, ebenso die Zuwendungen der Eltern der Schüler. Diese Zuwendungen wurde um 1870 offiziell eingestellt. Insbesondere die Zuwendungen der Eltern der Schüler waren jedoch in den 1950er Jahren noch gang und gebe, wie ich es aus eigener Erfahrung kenne. Bis zum ersten Weltkrieg hatte ein Lehrer keine Krankenversicherung oder eine Altersversorgung, er und seine Familie zählten damals wohl zu den ärmsten Teufeln der Gemeinden.

 

 

Ein auch heute noch nicht ganz unbekanntes Spottlied besagt:

 

 

"Wird im Dorf ein Schwein geschlach´t,

dann seht ihr, wie er fröhlich lacht.

Die größte Blunzn, die g`hört sein,

dem armen Dorfschulmeisterlein !"

 

 

Soviel vorerst einmal zur Schule in früheren Zeiten im Allgemeinen und zur Schule in Strahlbach im Besonderen.